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Industriestrategie 2026: Pharmalogistik gehört zur Versorgungssicherheit

Bauhaus-Illustration zur europäischen Pharmalogistik mit Arzneimittelproduktion, GDP-Lager, Kühlzone und Distributionsnetz.

Das Strategiepapier priorisiert Pharma, Biotech und Medizintechnik. tiger.PHARMA fordert, GDP-Lagerung, Kühlketten und europäische Distribution als Teil einer belastbaren Arzneimittelversorgung mitzudenken.

Mehr Forschung und Arzneimittelproduktion in Europa sind wichtige Ziele. Für die Versorgung zählt jedoch die gesamte Kette – vom Hersteller bis zum Patienten. Eine Industriepolitik, die Pharma und Biotechnologie stärken will, sollte deshalb auch qualifizierte Lagerkapazitäten, sichere Kühlketten und grenzüberschreitende Distribution berücksichtigen.

Was das Industriepapier vorschlägt

Das im September 2026 veröffentlichte Papier „Fokussierung, Souveränität und neue Wertschöpfung. Eine industrie- und wirtschaftspolitische Strategie für Deutschland“ plädiert für eine gezieltere industriepolitische Schwerpunktsetzung. Pharma, Biotech und Medizintechnik gehören zu den priorisierten Zukunftsfeldern. Die Vertiefung des europäischen Marktes sowie Resilienz und strategische Souveränität sind weitere Themen des Papiers.

Aus Sicht von tiger.PHARMA muss daraus für die Arzneimittelversorgung ein Blick auf die gesamte Lieferkette folgen. Die folgenden Vorschläge zur Pharmalogistik sind unsere fachliche und wirtschaftliche Ableitung; sie sind keine wörtlichen Forderungen der Autoren.

GDP-Lagerung: Verfügbarkeit braucht qualifizierte Kapazitäten

GDP-konforme Pharma Lagerung und bedarfsgerechte Sicherheitsbestände können Versorgungslücken überbrücken. Dafür reicht die Zahl freier Palettenplätze allein nicht aus. Bestände müssen verfügbar, ihre Qualität gesichert und ihre Lagerbedingungen kontrolliert sein. Bedarf, Reichweite, Verfall und gebundenes Kapital gehören gemeinsam in die Planung.

Strategische Bestände sollten produktspezifisch festgelegt und regelmäßig überprüft werden. Mehr Ware ohne Umschlagkonzept kann zusätzliche Kosten und Verfall erzeugen. Eine GDP-Lagerqualifizierung schafft die Grundlage dafür, Lagerbereiche, Temperaturüberwachung und dokumentierte Abläufe fachlich zu bewerten.

Kühlketten: Qualität über jede Übergabe sichern

Temperaturempfindliche Arzneimittel brauchen kontrollierte Bedingungen bei Lagerung und Transport. Die produktspezifischen Vorgaben müssen entlang der Route eingehalten werden. Zu einem belastbaren Konzept gehören geeignete Verpackungen, qualifizierte Prozesse, nachvollziehbare Temperaturdaten und klare Entscheidungen bei Abweichungen.

Die EU-Leitlinien zur guten Vertriebspraxis für Humanarzneimittel (2013/C 343/01) bilden den fachlichen Rahmen für Lagerung und Distribution. Praktische Unterstützung zur Temperaturführung in der Arzneimittellogistik verbindet Produktanforderungen, Transportweg und Qualitätssicherung.

Europäische Distribution: Versorgung über Grenzen organisieren

Europa braucht leistungsfähige Distributionsnetze über Landesgrenzen hinweg. Unser Logistikpartner InterPharma CEE kann vom Standort Cheb aus sowohl den deutschen als auch den tschechischen Markt logistisch bedienen. Der pharmazeutische Hintergrund ermöglicht dabei ein Verständnis für beide Märkte.

Bei grenzüberschreitenden Prozessen müssen Übergaben, Verantwortlichkeiten, Bestandsinformationen und Eskalationswege eindeutig sein. Erst das Zusammenspiel dieser Elemente macht zusätzliche Produktion für die Versorgung nutzbar. Informationen zum Standort und zur Pharma Lagerung bietet InterPharma CEE.

Unser Vorschlag: Versorgungssicherheit bewerten und vergüten

Beschaffungsentscheidungen sollten Versorgungssicherheit ausdrücklich berücksichtigen. Mehrere tatsächlich unabhängige Lieferquellen, qualifizierte Lagerhaltung und logistische Reservekapazitäten haben einen wirtschaftlichen Wert. Wer zusätzliche Sicherheit verlangt, muss deren Kosten in Ausschreibungen und Verträgen abbilden.

Der niedrigste Einkaufspreis allein misst diesen Wert nicht. Sinnvoll sind nachvollziehbare Kriterien: zugesagte Verfügbarkeit, belastbare Lieferwege, Bestandsreichweiten, Temperaturkontrolle und abgestimmte Notfallprozesse. Sicherheitsbestände können Ausfälle abfedern, ersetzen aber keine Analyse ihrer Ursachen.

tiger.PHARMA unterstützt die Umsetzung von GDP Pharma Logistik und Warehousing – von der Prozessplanung bis zur Einbindung von Lagerung, Transport und Qualitätsmanagement. Welche Kapazitäten benötigt Ihre Lieferkette, damit Versorgungssicherheit operativ und wirtschaftlich tragfähig wird?

Originalpapier als PDF herunterladen

Das vollständige deutschsprachige Strategiepapier umfasst 29 Seiten. Der Download enthält das unveränderte Original; der Dateiname wurde zur besseren Auffindbarkeit präzisiert.

Industriestrategie 2026 herunterladen (PDF, 29 Seiten)

Autoren des Strategiepapiers: Christian Agethen, Carolin Albrecht, Frederik Digulla, Sebastian Dullien, Thomas Losse-Müller, Jens Südekum und Jakob von Weizsäcker. Die verlinkten Namen führen zu den geprüften LinkedIn-Profilen.

Quelle: Fokussierung, Souveränität und neue Wertschöpfung, September 2026. Die Einordnung und die Vorschläge zur Pharmalogistik stammen von tiger.PHARMA.

Autoren: Martin Didunyk, approbierter Apotheker, und Maximilian Ehmann, QMS Pharma Experte. Fachliche Prüfung: Martin Didunyk. Primärquelle ↗