
Ihr Auftrag: Unterlagen und Prüfpunkte
Ein Lieferantenportfolio soll Versorgung und Wirtschaftlichkeit gemeinsam tragen. Wir vergleichen Sortimentsabdeckung, tatsächliche Lieferfähigkeit, Konditionen und Bearbeitungsaufwand. Ein zusätzlicher Bezugsweg ist nur dann hilfreich, wenn Einrichtung, Daten und laufende Kontrolle zum erwarteten Nutzen passen.
- Bezugsvolumen und Ausfallmuster je Lieferant
- Sortimentsabdeckung und technische Anbindung
- Konditionen, Gebühren und interner Aufwand

Vom Prüfergebnis zur Umsetzung
Eine Lieferantenmatrix beschreibt Zweck und Einsatzgrenzen jedes Bezugswegs. Haupt-, Neben- und Direktlieferanten erhalten definierte Rollen; die Überprüfung erfolgt anhand der tatsächlichen Lieferung und Abrechnung.
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Portfolio nach Sortiment und Versorgungsrolle
Jede Bezugsquelle wird dort bewertet, wo sie tatsächlich eingesetzt wird. Vollsortiment, Spezialsortiment, Hochpreiser, Kühlware, Direktbezug und Notfallbeschaffung erhalten getrennte Rollen.
- Produktgruppe und PZN-Abdeckung
- Erst-, Zweit- und Ausnahmebezugsweg
- Regionale oder zeitliche Liefergrenzen
- Keine Niederlassungs- oder Verfügbarkeitsannahme ohne Beleg

Kondition und Prozesskosten zusammenführen
Rabatt allein entscheidet nicht. Rechnungspreis, Skonto, Bonus, Fracht, Mindestmenge, Zahlungsziel, Retourenwirkung und interner Bearbeitungsaufwand werden auf einer gemeinsamen Datengrundlage verglichen.
- Net-Net-Wert mit Definition und Zeitraum
- Lieferquote und bestätigte Menge
- Fehler-, Reklamations- und Gutschriftenprozess
- Datenqualität und Schnittstellenaufwand

Abhängigkeiten und Ausfallrisiken
Für kritische Sortimente werden Konzentration, Single-Source-Situationen, Wiederbeschaffungszeit und belastbare Alternativen sichtbar gemacht. Eine zweite Quelle zählt nur, wenn Produkt-, Prozess- und Lieferfähigkeit geprüft sind.
- Kritische PZN und Produktgruppen
- Ausfall- und Engpassszenarien
- Qualifizierter Alternativweg
- Eskalation und temporäre Portfolioänderung

Lieferanten-Scorecard mit Entscheidung
Kriterien, Gewichtung, Quelle und Datenstand werden dokumentiert. Die Scorecard führt zu konkreten Portfolioentscheidungen mit Owner und Review-Termin, nicht zu einer scheinpräzisen Gesamtnote.
- Beibehalten, entwickeln, ergänzen oder ausphasen
- Konditions- und Servicegespräch vorbereiten
- Testbestellung oder Pilot definieren
- Wirksamkeit nach festem Zeitraum prüfen

Briefing für die Portfolioanalyse
Benötigt werden Lieferantenstamm, PZN- oder Warengruppenbezug, Einkaufs- und Gutschriftdaten, Liefer- und Fehlmengen, Zahlungsbedingungen, Retourenfälle und die aktuelle Prozesslandschaft. Fehlende Daten werden als Lücke ausgewiesen und nicht geschätzt.
- Zeitraum und Filialbezug festlegen
- Verträge und Datenrechte klären
- Vergleichbarkeit vor Bewertung prüfen
- Portfolioentscheidung und nächste Prüfung protokollieren